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Das Video zur Ausstellung
Für die Ausstellung, den Raum "vergleichen - verstehen", hat die Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern vier Video-Porträts produziert, die Bedeutung und Gebrauch der Andachtskette im Hinduismus, Buddhismus, Christentum und Islam zeigen. Dabei werden Angehörige dieser Religionen vorgestellt - ein hinduistischer Priester, eine buddhistische Nonne, eine Christin und ein Imam - die nicht in fernen Ländern, sondern mitten unter uns leben. Dazu kommen sechs persönliche Zeugnisse vom Rosenkranz von Frauen und Männern, jungen und alten Menschen.
Christine Wehrli, Karim Patwa
Zeitinseln - Ankerperlen
Die Andachtsschnur im Hinduismus, Buddhismus, Christentum und Islam.
Sechs persönliche Zeugnisse.
VHS-PAL 38 Minuten
Fr. 30.-
Andachtsketten in den Weltreligionen:
Hinduismus
Die hinduistische Rezitationskette - die Mala - hat mindestens 84 oder 108 Perlen. Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Kranz und Schnur. Die Malas werden aus verschiedenen Materialien angefertigt und dienen als Zählschnur für Mantren oder Namenslitaneien.
Buddhismus
Die buddhistische Rezitationskette - Mala - dient zur Rezitation von Verehrungsformeln und kann aus vielfältigen Materialien wie Kokosnuss-Schalen, Samen, Holz, Glas, Edelsteinen, Silber oder Gold bestehen. Sie besteht meistens aus 108 Perlen oder einer durch drei teilbaren Zahl, entsprechend der Dreiheit von Buddha, Lehre und Gemeinschaft. Sie stammt aus der hinduistischen Tradition und wird von Nonnen und Mönchen, aber auch von Laien benutzt.
Islam
Die islamische Gebetskette - tesbih, misbah oder subah - hat ihren Namen vom arabischen Verb "lobpreisen, verherrlichen". Sie besteht aus 99 Perlen und kann aus Holz, Horn, Muscheln, Dattelkernen oder Bernstein hergestellt sein. Durch "Baraka" (Segnung, Heilkraft) aufgeladen, kann sie zum Amulett werden, um vor Gefahren zu schützen.
Christentum
Die katholische Gebetskette - der Rosenkranz - besteht aus 5 mal 10 Perlen. Es werden vielfältige Materialien verwendet, wie Holz, Metall, Edelsteine oder Fruchtkerne. Der Rosenkranz ist ein Wiederholungsgebet zur Betrachtung des Leben Jesu. Dem heutigen Rosenkranz gingen Paternoster-Schnüre voraus, mit denen man Vater unser wiederholte. Diese kamen zu Beginn des Mittelalters ins Abendland.
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